Philosophie

Philosophie der Trauer

Die Frage nach dem Sinn der Trauer

Wenn die Philosophie nach dem Sinn der Trauer fragt, dann ist das so viel, wie nach dem Sinn des Lebens fragen. Schon in der Antike wurde nach dem Sinn des Lebens gefragt. Vor allem die Philosophen waren immer auf der Suche nach dem Sinn.

Doch wir fragen ja nach dem Sinn der Trauer. Der Sinn der Trauer ist die Bewältigung des Abschieds. Wenn wir einen geliebten Menschen verloren haben, müssen wir uns dieser Situation stellen. Die Philosophie ist für solche Fragen wie geschaffen. Sicherlich wird es am Ende keine Antwort geben. Doch darum geht es auch nicht. Es geht um die Bewältigung der Trauer und um die Erkenntnis, dass alles endlich ist. Unser Sein im Dasein ist begrenzt und wir sollten uns diese Endlichkeit öfters vor Augen führen.

Wenn wir uns im Laufe unseres Lebens mit dem Sterben, dem Tod und der Trauer beschäftigen, werden wir am Ende auch mit der Trauer leichter umgehen können. Viele Menschen denken nicht an das Sterben und den Tod. Sie verdrängen Dinge, die kommen werden. Und wenn dann der Tod, bei wem auch immer, eintritt, ist die Verwunderung groß. Selbst wenn ein sehr alter Mensch stirbt, gibt es Verwunderung. „Er war doch noch völlig gesund und nie krank.“ „Und jetzt ist er tot?“ Sie erkennen, dass eine Auseinandersetzung mit dem Endlichen und somit dem Tod unausweichlich ist, wann auch immer.

Über den Sinn einer bestimmten Sache zu reden ist nicht sinnlos, sondern sinnvoll. So ist auch das Reden über das Sterben, den Tod und der anschließenden Trauer sinnvoll. Denn nur dann können wir auch nach einem Verlust ohne Angst weiterleben. Es gibt sogar einen Sinn der Sinnlosigkeit, denken Sie mal darüber nach. Denn wir haben unsere kindliche Philosophie über das Leben verloren.

Für Nichtgläubige

Auch für Atheisten gilt das Prinzip der Endlichkeit. Und wer sich als Atheist bezeichnet, der sollte sich vielleicht mal mit der buddhistischen Philosophie auseinandersetzen.Philosophie Viele stellen sich auch die Frage, ob der Buddhismus überhaupt eine Religion ist. Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Wenn Religion mit einem Glauben gleichgesetzt wird, dann ist der Buddhismus keine Religion. Der Buddhismus ist eher eine Philosophie oder auch Lebenseinstellung. Über das Sterben und den Tod zu philosophieren kann sehr hilfreich sein. Viele Geisteswissenschaftler haben schon einiges über den Tod gesagt und geschrieben. Doch was ist mit denen die zurückbleiben und trauern? Auch hier kann die Philosophie einen Weg aufzeigen, der die Trauer erträglicher werden lässt. Sie dürfen sich Ihrer Trauer nicht verschließen, da sich die Trauer sonst in Ihrer Seele verkapselt und das kann schwerwiegende Folgen haben. 

Geben Sie Ihrem Leben einen Sinn und beschäftigen Sie sich auch mit dem Sterben, dem Tod und der Trauer. Denn nur dann werden Sie am Ende mit einer gewissen Gelassenheit diese Erde verlassen.

Philosophische Definitionen der Antike 

Aristoteles, ein Schüler Platons, gilt als Begründer der wissenschaftlichen Philosophie. Er beschäftigte sich mit den Grundlagen der Logik und Metaphysik. 

Ethik bezeichnet die Sittenlehre des Philosophen Aristoteles. Kann als praktische Philosophie bezeichnet werden, da sie eine Antwort auf die Frage „Was sollen wir tun?“ sucht. 

Platon (427-347 v.Chr.) einer der größten Philosophen in der Antike setzte Maßstäbe in der Ethik, in der Kunsttheorie, in der Metaphysik und der Sprachphilosophie. Platon war Schüler des Sokrates. 

Sinn: Der Sinn ist der Wert sowie die Bedeutung, die ein Erlebnis oder eine Sache für sich oder für andere hat.

Sokrates (469-399 v.Chr.) leistete einen philosophischen Beitrag im Bereich der Ethik. Seine Schüler waren Platon und Xenophon.